13. 02. 10
posted by: Simone Naumann
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Aus Kohlenstoffdioxid wird Sauerstoff: Schüler entwickeln „Chloroplastenfilter“

Es gehört zu den so genannten „Treibhausgasen“: Kohlenstoffdioxid ist mit verantwortlich für die Erwärmung der Erdatmosphäre. Pflanzen können Kohlenstoffdioxid aufnehmen und in Sauerstoff umwandeln – einen biochemischen Prozess, den man Fotosynthese nennt. Verantwortlich für diesen Prozess sind die Chloroplasten, die als Organellen in einer Pflanzenzelle vorkommen. Wie wäre es, wenn man diese Chloroplasten aus den Pflanzen entkoppeln und unabhängig von der Pflanze in großer Stückzahl bündeln und zu einer Art Filter zusammenzusetzen könnte? Ein Filter, der dann direkt die Kohlenstoffmoleküle in Sauerstoff umwandelt? Diese Frage haben sich zwei
Schüler der Jakob-Grimm-Schule in Kassel gestellt: Cihan Sahin (19) und Tobias Hölzer (18) entwickelten, betreut vom PhysikClub Kassel, einen „Chloroplastenfilter“. Mit ihrem Projekt, das die nordhessische Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS eG mit der Spende eines speziellen Messgerätes unterstützt hat, nehmen die beiden Schüler am Regionalwettbewerb Hessen-Nord von „Jugend forscht“ teil. Der Wettbewerb findet am 13. Februar in den Räumen der Patenfirma SMA Solar Technology AG in Niestetal bei Kassel statt.

„Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Arbeit lag darin, herauszufinden wie man Chloroplasten aus Pflanzen bekommt und so zusammensetzt, dass sie außerhalb ihres Ökosystems weiter bestehen, um den gewünschten Effekt zu erhalten“, erklären Cihan Sahin und Tobias Hölzer. „Methodisch sind wir so vorgegangen, dass wir uns erst auf theoretischer Basis in  die Materie eingearbeitet haben und dann Schritt für Schritt versucht haben, experimetell einem realistischen Chloroplstenfilter näher zu kommen“, so die Schüler. Unterstützung erhielten die beiden vom Pharmaunternehmen Merck KgaA (Darmstadt) – und von der Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS eG. Die Genossenschaft mit rund 500 Mitgliedern aus ganz Nordhessen hat über ihr Tochterunternehmen, die DOXS Medizintechnik GmbH, einen
Multigas-Monitor zur Verfügung gestellt, der Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlendioxid messen kann. Die Schüler nutzen das Messgerät zur quantitativen Beurteilung des Chloroplastenfilters.

Der Chloroplastenfilter ist nur eines der vielen Projekte des PhysikClubs:
Derzeit forschen über 175 Schülerinnen und Schüler aus 20 nordhessischen Schulen an 65 Projekten, unterstützt von 25 Betreuern im PhysikClub. Seit acht Jahren bietet der PhysikClub Jugendlichen der Klassen 5 bis 13 die Gelegenheit zu eigenen Experimenten und Projekten mit Schwerpunkten in Physik, Astrophysik, Geophysik, Chemie und Technik, aber auch Informatik und Mathematik.

Weitere Informationen: www.physikclub.de

01. 10. 09
posted by: Simone Naumann
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DOXS eG: “maxiDoc datenschutzrechtlich kein Problem”.

Kassel. Es gibt eine kostengünstige und datenschutzrechtlich unproblematische Alternative zur umstrittenen elektronischen Gesundheitskarte. Darauf weist die nordhessische Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS eG hin. „Der USB-Stick „maxiDoc“, auf dem dezentral Arztberichte gespeichert werden können, ist nach einem Gutachten des hessischen Datenschutzbeauftragten sicher“, sagt Dr. Stefan Pollmächer, Arzt für Allgemeinmedizin in Kassel und Vorstand der DOXS eG. Nicht nur DOXS-Mitglieder, auch Datenschützer haben das 2008 mit dem „Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft“ ausgezeichnete Speichermedium des Start-Up-Unternehmens maxiDoc acht Monate lang getestet und seine Sicherheit mit "gut" bewertet. Auf Initiative des DOXS-Vorstands und im Auftrag der Hessischen Landesärztekammer wurde der maxiDoc dem Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen zur Prüfung vorgelegt.

Die umstrittene elektronische Gesundheitskarte, die einen besseren Datenaustausch im Gesundheitswesen ermöglichen soll, wird ab heute im Krankenkassen-Bezirk Nordrhein getestet und soll bis Ende 2010 deutschlandweit eingeführt sein. Ärztevertreter wehren sich seit  Jahren gegen das Milliardenprojekt. “Die E-Card ist aus medizinischer und ärztlicher Sicht abzulehnen, sie bringt keine Einsparungen im Gesundheitswesen”, sagt Dr. Pollmächer, “überdies untergräbt sie massiv das Vertrauensverhältnis im  Kontakt zwischen Arzt und Patient”. Das Projekt sei zum Scheitern verurteilt, so der Allgemeinmediziner: Bislang hätten in der Region Nordrhein erst etwa ein Drittel der rund 15.000 Arztpraxen das Lesegerät installiert, obwohl die Kassen bis Ende September viel Geld für den Apparat und dessen Aufbau gezahlt hätten.
Im Gegensatz zur E-Card, bei der Gesundheitsdaten von Patienten bundesweit über ein Netzwerk auf Großrechnern gespeichert werden sollen, verbleiben beim maxiDoc die Daten in der Hand des Patienten und des Arztes und werden nicht über das Internet verschickt. Das maxiDoc-System besteht aus einer kostenlosen Schreibsoftware für den Arzt und einer Lesesoftware auf dem USB-Stick des Patienten. „Die Bedienung ist einfach und spart viel Zeit“, sagt Dr. Pollmächer. Dem minimalen Aufwand für Hard- und Software stünden fast unbegrenzte Nutzungsmöglichkeiten gegenüber, so der Allgemeinmediziner. Auf dem Stick könnten neben Notfalldaten sämtliche Untersuchungsergebnisse, Verordnungen bis hin zu EKG-Ausdrucken oder Röntgenbildern gespeichert werden. So würden teure Doppeluntersuchungen unnötig. Die Sicherheit ist dabei viel größer als bei zentralen Servern:  „Die Offline-Speicherung vermeidet Datenverlust und Datenmissbrauch – für einen einzelnen Patienten interessieren sich Datenhändler nicht“, so maxiDoc-Geschäftsführer Nils Finkernagel. „Dagegen birgt die Kommunikation über das Internet das Risiko von Datenverlust, Spionage und Datenverkauf“. Durch die Prüfung des Datenschutzbeauftragten sei die Sicherheit nachgebessert worden: „Es ist inzwischen weitestgehend ausgeschlossen, dass der Stick von Viren befallen werden kann", sagt Finkernagel.

Gundula Zeitz
PR-Beauftragte DOXS eG
Mobil: 0171-7068236

27. 05. 09
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„Wir sind noch nicht aus dem Rennen“

Kassel / Berlin. Nordhessen hat weiterhin die Chance, für die Realisierung innovativer Forschungs- und Entwicklungsprojekte als „Gesundheitsregion der Zukunft“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert zu werden. Denn die Regionalmanagement Nordhessen GmbH und die Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS eG haben weitere acht Monate Zeit, ihren im Rahmen des vom BMBF ausgeschriebenen Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ eingereichten Antrag weiterzuentwickeln.

Wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan am heutigen Mittwoch beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin bekannt gab, hat die 14-köpfige Wettbewerbs-Jury zunächst lediglich die Regionen Nordbrandenburg und Neckar-Alb als Sieger ausgewählt. 18 weitere Regionen erhalten jedoch die Möglichkeit, ihre Anträge auf der Grundlage der Gutachten der Jury zu ergänzen und weiterzuentwickeln – darunter Nordhessen.

„Im Rahmen des Wettbewerbs haben wir gemeinsam mit anderen Partnern unter dem Titel „Zukunftslabor Gesundheit“ Konzepte entwickelt,  mit denen wir zumindest bundesweit Neuland betreten und eine Vorreiterrolle übernehmen können“, so Holger Schach, Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen und  Alexandra von Hippel, Vorstandsmitglied der DOXS eG.  „Dass wir nicht aus dem Rennen sind, ist ein positives Signal für unsere Region“, so die Projektpartner. Dass viele der in Nordhessen entwickelten Ideen bemerkenswert und wegweisend sind, hatte die Wettbewerbs-Jury bereits im vergangenen Jahr so gesehen: Mit Blick auf die nordhessischen Antragsskizzen war die Region in der ersten Wettbewerbsrunde, an der sich über 86 Regionen aus ganz Deutschland beteiligten, unter den 20 Gewinnern – als einzige Region in Hessen.

Gundula Zeitz
PR-Beauftragte DOXS eG
Tel.: (0171) 7068236

Die Projektpartner
Die 2002 gegründete Regionalmanagement Nordhessen GmbH koordiniert die zentralen Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung in der Region Nordhessen. Als Public Private Partnership-Gesellschaft kooperieren in beispielhafter Weise Politik und Wirtschaft der Region mit dem Ziel, regionale Kernkompetenzen (Cluster) in den Bereichen Mobilität, Tourismus/Wellness/Gesundheit sowie dezentrale und erneuerbare Energie auf- bzw. auszubauen.

In der DOXS eG haben sich seit November 2007 rund 600  niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten aus ganz Nordhessen zusammengeschlossen. Ziel ist, die wohnortnahe ambulante medizinische und psychotherapeutische Versorgung der Patienten zu sichern und zu verbessern. Unter anderem schließt die Genossenschaft Verträge zur  integrierten Versorgung mit den Krankenkassen und fördert die fachübergreifende Kooperation von Ärzten untereinander, aber auch mit Kliniken und Reha-Einrichtungen.

23. 04. 09
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“Honorarreform gefährdet Existenzen”

Kassel. Mit gravierenden Einbußen im zweiten Quartal 2009 müssen etliche niedergelasse Ärzte in Hessen rechnen. „Das wollen wir nicht hinnehmen“ sagt die Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS e. G. und ruft ihre Mitglieder für Montag, 27. April ab 14:00 zu einer Demonstration und Kundgebung in der Kasseler Innenstadt auf. Berufsverbände, so der Bundesverband der Deutschen Dermatologen e. V., unterstützen die Aktion, die auf dem Königsplatz startet. 

 “Ein Hausarzt in der Nähe – der Facharzt ein paar Straßen weiter: Das könnte sich ändern, denn die wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung ist gefährdet”, sagt Dr. Stefan Pollmächer, Vorstandsmitglied der DOXS eG.  Die aktuelle Gesundheitspolitik könne für viele niedergelassene Haus- und Fachärzte bedeuten, dass sie die Kosten für den Betrieb ihrer Praxen nicht mehr decken könnten.  Der Grund: Seit Anfang des Jahres gilt ein neues Honorarsystem. Pro Patient und Quartal erhält der Arzt ein pauschales Honorar für die Grundversorgung ("Regelleistungsvolumen") – ganz gleich, wie oft der Patient in den 90 Tagen in die Sprechstunde kommt. Wie eine Flatrate beim Telefonieren bleibt der Geldbetrag gleich. Nur wenige Sonderleistungen  werden zusätzlich honoriert.  “Hinzu kommt: Pro Quartal erhalten wir nur für die Zahl an Patienten Honorar, die wir im Vergleichsquartal des Vorjahres behandelt haben. Wenn wir mehr Patienten behandeln, tragen wir die Kosten dafür selbst”.

So erhalte zum Beispiel für drei Monate ärztliche Grundversorgung von den gesetzlichen Krankenkassen in Hessen ein Hausarzt  40,39 €, ein Augenarzt 17,14 €, ein Gynäkologe 14,07 € und ein Hautarzt 14,92 € . Die Reform führt zu mehr Bürokratie – und gehe zulasten der Patienten. “Die Patienten müssen mit kürzeren Sprechzeiten, längeren Wartezeiten, schlechteren Praxisausstattungen  und schlechterem Service bei weniger Personal rechnen. “Praxen werden schließen müssen”, befürchtet Dr. Pollmächer. “Das bedeutet: Sie erhalten eine spezialisierte Versorgung nur noch in Polikliniken und Klinikambulanzen – wohnortfern und mit anonymen, wechselnden, angestellten Ärzten. Vor allem Klinikketten werden solche zentralen Ambulanzen betreiben”.  

Nach dem Demonstrationszug durch die Königsstraße ist eine Abschlusskundgebung vor dem Kasseler Rathaus geplant. Um die Akutversorgung an diesem Nachmittag sicherzustellen, ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst in der Wilhelmshöher Allee ab 13:00 besetzt. Wir laden Sie herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und bitten Sie, diese in Ihrem Medium anzukündigen. Bitte weisen dann auch auf den Ärztlichen Bereitschaftsdienst hin.

Weitere Informationen: Dr. Stefan Pollmächer, Tel.: 0561-766 207-0

07. 04. 09
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Ärztegenossenschaft DOXS eG kooperiert mit maxiDoc GmbH

Kassel. Einen besseren Datenaustausch im Gesundheitswesen soll die umstrittene elektronische Gesundheitskarte erreichen. Doch die Einführung der E-Card, bei der Gesundheitsdaten von Patienten bundesweit über ein Netzwerk auf Großrechnern gespeichert werden sollen, wäre nicht nur datenschutzrechtlich problematisch. Sie würde auch Milliarden Euro verschlingen. „So ein fragwürdiges Mega-Projekt ist gar nicht erforderlich: Bei geringeren Kosten und weniger Risiko lässt sich mit dem großflächigen Einsatz von USB-Technik viel erreichen“, sagt Dr. Klaus-Günther Meyer, Arzt für Allgemeinmedizin in Kassel und Mitglied im Aufsichtsrat der Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS eG. Dr. Meyer hat eine Alternative zur E-Card getestet: einen von Hausärzten und Programmierern neu entwickelten Speicherstick der Firma maxiDoc GmbH.

Der maxiDoc wurde auf Initiative des DOXS-Vorstands und im Auftrag der Hessischen Landesärztekammer dem Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen zur Prüfung vorgelegt und wird nun das Sicherheitszertifikat erhalten. Die DOXS eG wird mit dem Siegener Start-Up-Unternehmen maxiDoc GmbH, dessen Produkt mit dem „Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft 2008“ ausgezeichnet wurde, zusammenarbeiten.
Das maxiDoc-System besteht aus einer kostenlosen Schreibsoftware für den Arzt und einer Lesesoftware auf dem USB-Stick des Patienten. „Die Bedienung ist einfach, schnell und spart viel Zeit“, sagt Dr. Meyer, „die Technik lässt sich sehr gut in die Praxisabläufe integrieren. Dem minimalen Aufwand für Hard- und Software stünden fast unbegrenzte Nutzungsmöglichkeiten gegenüber, so der Allgemeinmediziner. Auf dem Stick könnten neben Notfalldaten sämtliche Untersuchungsergebnisse, Verordnungen bis hin zu EKG-Ausdrucken oder Röntgenbildern gespeichert werden. So würden teure Doppeluntersuchungen unnötig. Die Sicherheit ist dabei viel größer als bei zentralen Servern:  „Die Daten werden dezentral gespeichert, verbleiben in der Hand des Arztes und des Patienten und werden nicht über das Internet verschickt“, erklärt Nils Finkernagel, Geschäftsführer der maxiDoc GmbH.

Das hat auch Lieselotte Schöne überzeugt. „Ich habe vor zwei Jahren den allerersten Stick bekommen“, schmunzelt die 85-Jährige aus Bad Berleburg, der Stadt, in der die maxiDoc GmbH ihr Produkt in Kooperation mit einem Ärztenetz als erstes getestet hat. „Schon damals wurde über die E-Card diskutiert – und ich bin strikt dagegen“, sagt die resolute alte Dame, „da ist man ja ein gläserner Mensch“. Vorteil des maxiDoc sei, dass sie selbst entscheide, wer Zugang zu ihren Daten bekomme: „Nur meine Ärzte bekommen den Stick – und nur sie können mit den Daten, die darauf gespeichert sind, etwas anfangen, das ist wirklich ideal“, so Lieselotte Schöne. „Die Offline-Speicherung der Patientendaten vermeidet Datenverlust und Datenmissbrauch – für einen einzelnen Patienten interessieren sich Datenhändler nicht“, so Nils Finkernagel. „Dagegen birgt die Kommunikation über das Internet das Risiko von Datenverlust, Spionage und Datenverkauf“.

Die DOXS eG wird den maxiDoc an ihrem Stand bei den Kasseler Gesundheitstagen am 17. und 18.4. in der Kasseler Stadthalle vorstellen.

Gundula Zeitz
PR-Beauftragte DOXS eG
Tel.: (0171) 7068236